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| Tierbestattung – Tierfriedhof |
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| 15.03.2007 / Bergische Morgenpost | |
| Kategorie: Tagespresse | |
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Inhalt: In Wermelskirchen gibt es noch keinen Tierfriedhof. Die Stadtverwaltung könnte Platz dafür schaffen. Viele Tierfreunde lassen aber ihre Lieblinge einäschern - die Urne steht oft im Wohnzimmerschrank. Für „Boomer" hat die Familie einen schönen Platz gefunden. Am Ende des großen Grundstücks unter einer Lärche ist seine letzte Ruhestätte. Ein kleines Foto haben die Kinder an den Baum gebunden; längst ist es verwittert. Doch Familienhund „Boomer" wird nicht vergessen. Ob Hund, Katze, Kaninchen oder Kanarienvogel - die Tiere sind Lieblinge der Familie. Meist des Nachwuchses. Doch auch ihre Zeit ist endlich. Viele Bürger mit Eigentum begraben die geliebten Haustiere im Garten. Denn eine öffentliche Fläche, einen Tierfriedhof, gibt es in Wermelskirchen nicht. „Wir haben immer wieder Anfragen", berichtet Dietlinde Ritter, Leiterin des Amtes für Bauverwaltung der Stadt. Die Abdeckerei in Bergisch Born gebe es nicht mehr; sie gebe dann nur Hinweise in Richtung Krematorien, die auch Tiere einäscherten. „Wenn das Interesse bei Tierfreunden vorhanden wäre, müsste man überlegen, einen Tierfriedhof einzurichten." Platz dafür, so Frau Ritter, könnte man schaffen. Virtuelle Friedhöfe Inzwischen nimmt die Tierliebe bizarre Formen an. Virtuelle Friedhöfe werden angeboten. Ein Hückeswagener betreibt dies. Eine Grabseite wird für einige Jahre gegen Gebühr verpachtet; ausgestattet mit Foto des toten Lieblings und Nachruf. Über 100 Tierfreunde haben dort ihre Lieblinge virtuell beerdigt. Die Nachfrage steigt. Handfester geht es da schon bei Birgitt und Andreas Hohmeier aus Dabringhausen zu. Sie gründeten 2004 die Tierbestattung „Vergissmeinnicht". Und die Unternehmer sind zufrieden mit dem Geschäft: „Die Nachfrage steigt", so Frau Hohmeier. Wobei sie ihr Ziel, einen Tierfriedhof anzulegen, inzwischen begraben haben. „Die Nachfrage nach einer Erdbestattung ist schon gering." Der Trend gehe hin zur Einäscherung. Dafür arbeiten die Hohmeiers mit einem Krematorium in Osnabrück zusammen. Die Asche des tierischen Lieblings kann dann in einer Urne auf dem eigenen Grundstück begraben oder auch in den Wohnzimmerschrank gestellt werden. Das bleibt en Menschen überlassen. Die ehemaligen Besitzer haben damit immer wieder einen wichtigen Anlaufpunkt. Inzwischen sind die Tierbestatter nicht nur in der heimischen Region unterwegs, um Tiere für die Einäscherung abzuholen. „Wir waren auch schon in Frankfurt. Aber unser Einzugsgebiet liegt im Umkreis von 100 Kilometern." |
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